Neuregelung bei Erbschaftssteuer

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Neuregelung bei Erbschaftssteuer

Politiker von Bund und Ländern haben sich laut Medienberichten auf einen Kompromiss für die künftige Erbschaftssteuer geeinigt. Zu den umstrittenen Fragen zählten vor allem die Unternehmensbewertung – die derzeit extrem niedrigen Zinsen führen zu entsprechend erhöhten Ergebnissen. Stark diskutiert wurden ferner Begünstigungen für Familienunternehmen und die Regeln für Firmenerben, die ihr Privatvermögen unangetastet lassen wollen.

bilanzbuchhalter.info trägt hier für Sie die wichtigsten Änderungen zusammen:

  • Das Betriebsergebnis des Unternehmens soll höchstens mit dem Faktor 13,75 multipliziert werden, statt – wie zunächst vorgesehen – mit dem Faktor 12,5.
  • In Fällen, in denen ein Erbe finanziell überfordert ist, soll die fällige Steuer nur noch für sieben Jahre zinslos gestundet werden können. Bislang sind es zehn Jahre. Wobei außerdem ab dem zweiten Jahr eine sechsprozentige Verzinsung und eine jährliche Tilgung in Höhe von je einem Sechstel folgt.
  • Bei großen Betriebserbschaften ab 26 Millionen Euro wird es ein Wahlrecht geben: Entweder der Erbe begleicht die Steuerschuld auch aus seinem Privatvermögen oder der Steuererlass wird abgeschmolzen, bei 90 Millionen Euro entfällt er ganz.
  • Unverändert bleibt die Regelung für Kleinbetriebe: Firmen mit bis zu fünf Mitarbeitern werden vom Nachweis des Joberhalts befreit. Auch die sogenannte Investitionsklausel wird bestehen bleiben.

Außerdem soll es nicht möglich sein, private Vermögenswerte wie eine Kunstsammlung in das – begünstigte – Betriebsvermögen zu verschieben.

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